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Was ist eigentlich so wichtig am Hcp?

Eine Diskussion zum Thema Was ist eigentlich so wichtig am Hcp? im Golf-Forum: Anstatt immer nur Regelprobleme zu wälzen, einmal etwas "Philosophischeres" (oder schreibt man heutzutage "Filosofisch"?) von meiner Seite. In vielen Forumsbeiträgen ...

  1. #1
    Moderator Avatar von dwaldmeier
    Registriert seit:15.07.2009
    Beiträge:469

    Standard Was ist eigentlich so wichtig am Hcp?

    Anstatt immer nur Regelprobleme zu wälzen, einmal etwas "Philosophischeres" (oder schreibt man heutzutage "Filosofisch"?) von meiner Seite.

    In vielen Forumsbeiträgen ist immer vom Hcp die Rede. Möglichst schnell, möglichst tief,... Warum gibt es viele Golfer, die sich ein Hcp wünschen, welches sie nie spielen werden? Warum gibt es wenige Golfer, welche sich sagen "Hcp follows play"? Und warum gibt es eine handvoll Golfer, welche sich ein höheres Hcp wünschen?

    Deshalb die Titelfrage. Eure Gedanken sind gefragt...

  2. #2
    Caddie Avatar von This
    Registriert seit:22.06.2011
    Beiträge:41

    Standard

    Also für mich ist das Handicap als solches nicht soo wichtig...
    Nur für die Plätze, auf denen ich spielen möchte ist halt ein Handicap 36 manchmal zu hoch.
    Ergo "muss" ich ein tiefes HCP haben.
    Du merkst, für mich ist alles tiefer als HCP 36 tief.
    Aber es gibt sicher auch solche die seit 15Jahren IHR HCP10 hüten und schlechter spielen können, als einer der HCP 22 hat und schön seine 10turniere im Jahr spielt.............. Alles schon gesehen :-)

  3. #3
    ProGolfer Avatar von Mizi
    Registriert seit:18.03.2009
    Beiträge:847

    Standard

    Danke Waldi für diesen Thread, der viel Potenzial aufweist.

    Uns wird schon als Kind eingetrichtert, dass man sich ständig mit seiner Umwelt messen muss. Die Schule besucht man auch nicht mit dem olympischen Gedanken, die ersten Musikversuche auf der Blockflöte und die Juniorenjahre beim FC ebenfalls nicht. Man muss immer üben, man muss besser werden... Wir westlich kultivierten Menschen sind zur Weiterentwicklung und zum Lernen verdammt.

    Dann beginnt der erfolgsorientierte Mensch mit dem Golfspiel. Der eine früher, der andere später.
    Zuerst muss man eine Regelprüfung bestehen, dann muss man seine ersten Erfolge beim Pro bei der Platzreifeprüfung unter Beweis stellen.
    Bereits das erste Mal wird man damit konfrontiert, dass man sich hier beweisen muss.

    Als nächste Hürde verlangen Golfplätze ein Mindesthandicap, damit man auf ihren Platz darf. Der Lerneffekt geht weiter. PR reicht nicht, man braucht ein Handicap, man braucht eine 30, eine 28.
    Dann kommt das Gelernte aus der Kindheit zurück. Wessen Eltern waren zufrieden, wenn im Zeugnis jeweils durchgängig eine 4 - genügend stand?

    Wer angibt er würde Fussball, Eishockey, Unihockey oder sonst eine Sportart betreiben, wird sofort nach Liga, Level oder Können gefragt. Ich habe auf meine Antwort "ich spiele Unihockey" selten die Gegenfrage gehört, ob mir dies denn Spass, und was den Reiz der Sportart ausmacht.

    Diesen Stärkenvergleich kann man beim Golf noch viel besser eingrenzen, als mit "2.Liga". Im Golf wird sie sogar mit einer Dezimalkommastelle angegeben.

    Nach 22Jahren Unihockey interessiert mich aber die Liga nicht mehr, genauso wie der langjährige Golfer sich eher weniger um sein Hcp kümmert.

    Dies meine rein - fachunkundige - psychologische Erklärung.

    Ich selber finde diese Jagd nach einer möglichst kleinen Zahl lächerlich und finde es zT sogar recht peinlich, wenn Spieler mit geschwellter Brust und tiefer Zahl als Erste zum Abschlag stolzieren, und spätestens nach dem dritten Loch recht klar aufzeigen, dass sie diese Zahl im Ausland gekauft oder im letzten Turnier-Zweierflight "erspielt" haben.

    Darum bin ich wohl einer der wenigen, die gerne ein höheres Hcp haben wollen. Denn ich habe aufgrund einer Aneinanderreihung von glücklichen Zufällen bei einem Turnier ein Resultat erzielt, welches ich wohl sehr lange nicht mehr spiele werde. Das Resultat ist klar: Jetzt betrachten mich die anderen Spieler am Loch drei und machen sich genau die selben Gedanken....

    Prost(ata)
    Marco
    Geändert von Mizi (29.07.2011 um 13:17 Uhr)
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  4. #4
    Golfer Avatar von Willy
    Registriert seit:12.10.2009
    Beiträge:342

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    Wenn ich eine Sportart betreibe, dann will ich au möglichst gut darin sein.
    Ansonsten kann ich auch spazieren gehen.

    Die vielen Stunden auf der DR, das Geld welches dieser Sport zweifels ohne verschlingt...das alles soll sich meiner Meinung nach auch auf der Scorecard niederschlagen. Etwas zu verbessern, zu tüfteln, immer weiter zu optimieren und niemals aufzugeben...dass ist doch das schöne am Sport. Natürlich gönnt man sich auch traingsrunden mit kollegen und geniesst einfach das Zusammensein an de frischen Luft.
    Aber sind wir mal ehrlich...Spass macht es eigentlich nur 100%, wenn man auch gutes Golf spielt...heisst: mind. sein hcp erreicht.

    Abgsehen davon, ist das mannschaftsinterne "Dissen" und der Konkurenzkampf doch eine wunderbare Sache.
    Schön zu sehen, dass wenn einer sein hcp runterspielt und das in der Kabine kund tut, auf einmal alle wieder auf die DR rennen um möglichst ihr hcp wieder zu verbessern
    Das pusht natürlich auch, um immer an sich zu arbeiten.

    Ich mag den Wettkampf einfach...und der Wettkampf mag mich *lool*

    Aber jeder soll für sich entscheiden, was ihm gefällt. Schliesslich soll es Freude bereiten!

    In diesem Sinne....ab die Rinne!
    Geändert von Willy (29.07.2011 um 13:28 Uhr)
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  5. #5
    ProGolfer Avatar von Mizi
    Registriert seit:18.03.2009
    Beiträge:847

    Standard

    Zitat Zitat von Willy Beitrag anzeigen
    Wenn ich eine Sportart betreibe, dann will ich au möglichst gut darin sein.
    Ansonsten kann ich auch spazieren gehen.
    warum spielst du dann in der zweittiefsten Grossfeldliga Unihockey? Machts da keinen Spass?
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  6. #6
    Golfer Avatar von Willy
    Registriert seit:12.10.2009
    Beiträge:342

    Standard

    Doch doch...aber am Ende meiner "Karriere" kann ich getrost noch in der 2. Liga Spielen.
    Für NLB hats ja schliesslich auch mal gereicht und mit minimem Trainingsaufwand reicht es gut für die 2. Liga.
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  7. #7
    ProGolfer Avatar von Mizi
    Registriert seit:18.03.2009
    Beiträge:847

    Standard

    Eben. Warum kann man dann nur mit pushen Golf spielen, aber im Unihockey machts auch in der 2.Liga ohne grossen Trainingsaufwand Spass?
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  8. #8
    Golfer Avatar von Willy
    Registriert seit:12.10.2009
    Beiträge:342

    Standard

    Ich habe nicht gesagt, dass man NUR mit pushen Golf spielen kann Mizi...nicht die Wörter im Mund umdrehen...aber es motiviert zusätzlich. Für das Unihockey wende ich sicher weniger Ressourcen auf, als für das Golfen!

    Wenn du deine Leistung nicht bringst, bist du unzufrieden...oder du hast aufgegeben..."Lucky Loser".
    Oder freust du dich auch wenn du ein ganzes Spiel hinter dich greifen musst?
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  9. #9
    Forums-Opa Avatar von Michi14
    Registriert seit:05.03.2009
    Beiträge:1.378

    Standard

    Zitat Zitat von Willy Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht gesagt, dass man NUR mit pushen Golf spielen kann Mizi...nicht die Wörter im Mund umdrehen...
    Oh ja weitermachen...*Popcorn-raushol*

    Meine Antwort bzw. Meinung kommt später...

  10. #10
    ProGolfer Avatar von Mizi
    Registriert seit:18.03.2009
    Beiträge:847

    Standard

    Zitat Zitat von Willy Beitrag anzeigen
    Oder freust du dich auch wenn du ein ganzes Spiel hinter dich greifen musst?
    Nö, aber ich greiffe lieber in der 3.Liga zwei Mal hinter mich, als in der SML acht Mal.

    Du bist aber eigentlich gar nicht die Art Spieler, die hier die Grundlage für diesen Thread bildet. Du willst selber gut spielen, das Hcp ist die logische Konsequenz, also das Resultat.
    Ich begreiffe Spieler nicht, die ein möglichst tiefes Hcp haben wollen, egal was sie für eine Leistung abliefern.

    Also im Vergleich den Torhüter der in der SML spielen will und ihm aber egal ist, wie oft er hinter sich greifft.

    Ich definiere übrigens "gut spielen" nicht mit "mein Hcp erreichen". Ich finde ab und zu, dass ich gut gespielt habe aber mein Hcp nicht erreichte, oder auch dass ich schlecht spielte aber mehr Punkte machte als ich annahm.

    Beispiel: Ich dürfte normal +/- eine Bogeyrunde machen. Heisst aber nicht, dass ich bei jedem Loch mit Bogey zufrieden bin, aber auch nicht, dass ich mit jedem DoubleBogey finde ich hätte das Loch schlecht gespielt.
    Proud President of unofficial Golf-Forum.ch-Anna-Rawson-Fanclub....

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