BAD ZURZACH . (lin). Bad Zurzach hat ehrgeizige Pläne: Der Schweizer Kurort soll mit einem Golfplatz aufgewertet werden. Peter Andres, Präsident der Antragsteller, die so genannten Initianten, Thermalquelle AG, Thermalbad Zurzach AG und Stiftung Bad Zurzach, spricht von einem weiteren, wertvollen Impuls für den Kurort. Geplant ist eine Neun-Loch-Anlage; ein Projekt von rund 20 Millionen Schweizer Franken (rund 13,4 Millionen Euro).

Das dafür vorgesehene Gelände reicht auf der Höhe des Rheins vom Ortsausgang bis in Richtung Barzmühle (gegenüber Kadelburg) und umfasst 65 Hektar, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt werden. Peter Andres spricht deshalb von "verschiedenen Interessen", von denen das Vorhaben geprägt sei. Bisherige Verhandlungen und Gespräche stimmten jedoch zuversichtlich, um zu einem Erfolg zu kommen.

Bad Zurzachs Gemeindeverwaltung ist lediglich verwaltungstechnisch in das Projekt eingebunden. Gemeindeammann Franz Nebel geht von einer längeren Anlaufphase aus. "Ich rechne frühestens 2012 mit einer Inbetriebnahme des Platzes." Denn mit dem Vorhaben gehe eine Zonenanpassung einher, will heißen: Die bisherige Landwirtschaftszone muss zunächst in eine Sport- und Golfzone umgewandelt werden. Erst nach der Änderung des Zonenplans, voraussichtlich Mitte nächsten Jahres, könne, so Nebel, die Gemeindeversammlung entscheiden und danach das Baugesuch offiziell beraten werden. "Das wird voraussichtlich nicht vor 2010 sein", mutmaßt Nebel.

Die Initianten jedenfalls sind guten Mutes. Seit Jahren schon besteht laut Peter Andres der Wunsch nach einem Golfplatz im Kurort: "Und wir werden es schaffen." Das Projekt soll über einen Investor realisiert werden. Laut Andres wird der Golfplatz auch "eine zusätzliche Attraktion für neue Investoren sein."

Von dem insgesamt 65 Hektar großen Golfplatz sollen rund 50 Hektar in Golfland umgewandelt werden. Eine Neun-Loch-Anlage betrachten die Initianten als schön, optimal wäre für sie aber eine Anlage mit 18 Spielbahnen. Die Initianten augenzwinkernd: "Wer weiß, vielleicht kommt irgendwann die andere Platzhälfte von deutscher Rheinseite noch dazu."

Quelle: Badische Zeitung online